Schwerpunkte
Ressourcenorientierte
Erziehung
Naturpädagogik
Vollwertkost
Unser Kindergarten möchte die Kinder
so begleiten, dass ihre Neugierde, ihr Interesse, ihr Entdeckergeist – wie
sie jeder Mensch mit auf die Welt bringt – erhalten und gefördert werden.
Er bietet Raum zum Tun, Erproben, Untersuchen, Experimentieren, Gestalten,
Kreieren, Erleben, Bewegen, Beobachten, Verweilen ... Kurz: Ein Platz zum
Leben, Lernen und Wachsen.
Ein ganz besonderes Augenmerk schenken wir den vielseitigen Sinnes- und Bewegungserfahrungen.
Diese bilden – wie das nachfolgende Schema zeigt – das Fundament der kindlichen
Entwicklung. Vielfältigste Wahrnehmungen werden durch die Sinnesorgane aufgenommen
und im Hirn verarbeitet. Durch diesen Prozess entwickeln sich eine innere
Landkarte (Körperschema) und in der Folge immer angepasstere Bewegungs- und
Handlungsabläufe. Die dadurch aufgebauten neuronalen Netze wiederum bilden
die Voraussetzung für eine optimale Sprachentwicklung und viele andere intellektuelle
Fähigkeiten.

Jeder Mensch ist eine Individualität
– Erwachsene wie Kinder. Wir achten auf eine ganzheitliche Entwicklung und
individuelle Lernfenster. Lernfenster sind Phasen, in denen ein Kind durch
einen riesigen inneren Antrieb geleitet, sich unter anderem mit einem Thema
auseinander setzen, eine Fertigkeit erlernen oder einen Bewegungsablauf verfeinern
möchte. Durch die unterschiedlichen Entwicklungen der Kinder bieten sich für
die Gruppe ungemein viele Möglichkeiten des Lehrens und Lernens. Interessen
an Natur und Technik werden ebenso integriert wie Neugier auf Buchstaben und
Zahlen.
„Sieben oder acht Jahre des Sichbewegens und Spielens sind notwendig,
um einem Kind die sensomotorische Fähigkeit zu vermitteln, die als Grundlage
für seine intellektuelle, soziale und persönliche Entwicklung dienen kann.“
(A. Jean Ayres 1998)
Die Kindheit, in ganz besonderem Masse
die Vorschulzeit, ist für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen
von grosser Bedeutung. Viele Erlebnisse, die der Mensch in dieser Zeit macht,
scheinen verloren zu gehen, sinken aber nur ins Unterbewusstsein ab, von wo
sie als Gefühle das Kind und den Erwachsenen durch sein Leben begleiten.
Spätestens im Alter von 6 - 7 Jahren hat sich der junge Mensch eine -
wenn auch meist unbewusste - Meinung von sich, von seinen Mitmenschen und
von der Welt im allgemeinen gebildet. Diese Vorstellungen stellen die Leitbilder
für seinen künftigen Lebensweg dar.
Der Wichtigkeit dieses Alters wollen wir Rechnung tragen, indem wir schwerpunktmässig
in den folgenden Bereichen begleiten, unterstützen und fördern:
Wir begleiten die Kinder wohlwollend und ressourcenorientiert:
1. Ein gutes Selbstwertgefühl ist
das grösste Kapital, das ein Kind mit ins Leben nehmen kann. Wir nützen
jede Gelegenheit, um durch Ermutigung das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken
und wachsen zu lassen.
Jedes Kind braucht Ermutigung, wie eine Pflanze Wasser.
2. Der Mensch wird als soziales Wesen geboren. Ohne menschliche Zuwendung ist er nicht überlebensfähig. Jedes Kind will dazugehören, zur Familie, zur Spielgruppe, zum Kindergarten ... und ein wichtiger und wertvoller Teil sein. Wir schenken diesem biologischen Bedürfnis nach Dazu- und Zusammengehörigkeit ganz besondere Beachtung.
3. Jedes Kind ist so, wie es ist, gut genug. Es soll sich in jeder Situation angenommen und geliebt fühlen. Zusammen entdecken und betonen wir die Stärken jedes einzelnen Kindes. Wir unterstützen dessen Einzigartigkeit und heben deren bereichernden Wert für die Gruppe hervor.
4. Durch freundlich vermittelte, klare und konstruktive Regeln geben wir den Kindern Sicherheit und Orientierung, und dies in einer Art und Weise, dass sich die Kinder immer selbständiger und selbstverantwortlicher erleben können.
5. Wir fördern die Konflikt- und Versöhnungsbereitschaft, indem wir die Kinder zur gemeinsamen Lösungssuche anleiten.
6. Ausprobieren können und Fehler machen dürfen ist uns wichtig. Fehler sind unsere Freunde, denn: Aus ihnen können wir viel lernen.
7. Wir leben Respekt und Achtung gegenüber den Kindern und uns selber vor, damit sie von uns Grossen lernen können, wie man respektvoll mit sich und seiner Mitwelt umgehen kann.
Wir unterstützen und fördern durch Impulse aus der Naturpädagogik
1. Phantasie und Kreativität werden durch die Vielseitigkeit der Natur angeregt und gefördert. Auf der Basis von Geborgenheit und Sicherheit können die Kinder die Umwelt entdecken und die Abenteuerlust ausleben, aus erster Hand die Jahreszeiten und deren Auswirkung auf die Natur beobachten.
2. Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist von unschätzbarem Wert: für die allgemeine Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, für das Finden von Stabilität durch innere Ruhe, für die Förderung der Konzentrationsfähigkeit. In der Natur können wir lauschen und uns für feinste innere und äussere Vorgänge sensibilisieren.
3. Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Tasten werden in der Natur ebenso gefördert wie Fein- und Grobmotorik.
4. Die Kinder können ihren natürlichen
Bewegungsdrang ohne Begrenzung durch Türen und Wände ausleben. Das
Betätigen in der Natur hilft, dass sich Aggressionen im Körper erst
gar nicht aufstauen.
Bewegungsvielfalt fördert die Zusammenarbeit der Hirnhälften, welche
eine wichtige Voraussetzung für das spätere schulische Lernen darstellt.
5. Gemeinsam möchten wir die Beziehung zur Natur herstellen und vertiefen. Eine natürlich gewachsene, liebevolle Beziehung zur Mitwelt ist das Ziel. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder als Erwachsene mit dieser Mitwelt respektvoll umgehen und sich für diese einsetzen.
Wir verköstigen die Kinder nach den Grundsätzen der vitalstoffreichen Vollwertkost
1. Die Lebensmittel, die wir für die Essenszubereitung verwenden, sind, so weit wie möglich, naturbelassen, vollwertig, nach saisonalen Gesichtspunkten ausgewählt und stammen, wenn immer möglich, aus biologischem Anbau.
2. Wir verwenden Honig zum Süssen, Vollkornmehl und kaltgepresste Öle (kein Weissmehl, keinen Zucker, keine hoch verarbeiteten Fette).
3. Wir offerieren immer rohes Gemüse und frische Früchte und ein warmes, abwechslungsreich zusammengestelltes Mittagessen.
4. So weit wie möglich, backen wir unser Brot aus frisch gemahlenem Vollkornmehl selber. Unser Brot bieten wir in Form von Butterbrötchen an. Zugleich ist dies unser „Hab-ich-nicht-gern“-Ersatzmenu. So können die Kinder wählen, und es ist sichergestellt, dass jedes Kind etwas findet, das es gerne essen mag.









